Meine erste Steuererklärung
Ich habe heute meine erste Steuererklärung gemacht. So halb.
Entgegen meiner Annahme und meinem Verständnis ist es nämlich nicht möglich, diese elektronisch zu erledigen. Man kann lediglich ein Programm runterladen, mit dem man statt auf Papier die Steuererklärung in einem Programm zu erstellen. "Erstellen" meint hier, ein elektronisches, weitgehend dummes Formular auszufüllen, dessen Inhalt dann auch hochgeladen wird. Und ausgedruckt. Zum Einschicken.
Moment. Bitte was? Ich tipp den Scheiß ein, er wird hochgeladen UND DANN MUSS ICH IHN NOCH AUSDRUCKEN EINSCHICKEN!?
Nicht, das es schon bescheuert genug ist, am Bildschirm ein Formular auszufüllen, das genau so unübersichtlich ist wie das echte und die Vorzüge von elektronischer Datenverarbeitung kaum nutzt. Es ist auch sinnlos. Super.
Da kommt noch dazu, dass ich Ausdrucke von elektronischen Lohnsteuererklärungen, die also vom Arbeitgeber schon erfasst und übermittelt wurden, für meine Steuererklärungen erneut eingeben muss. Unsinnige Arbeit und Aufwand.
Ich verstehe Steuerflüchtlinge jetzt viel besser, gerade wo meine Steuererklärung vergleichsweise pisselig ist.
Und von der Unübersichtlichkeit und fragwürdigen Sinnhaftigkeit dieses Formulars und seiner Grundlagen fang ich jetzt gar nicht erst an.
Alles nur, um 50€ wieder zu kriegen, welche mir als Lohnsteuer aufgrund der Unfähigkeit des Uniklinikums Freiburg und des Cochrane Institus abgezogen wurden. Für einen Ferienjob mit Verdienst unter 700€. Boah...
Automatische Metadatenfüllung für Zotero-Einträge
Im Gegensatz zur mir sehr unsympathischen Literaturverwaltungssoftware Citavi kann Zotero (noch nicht) Literatureinträge nur anhand einer ISBN-Nummer erzeugen.
Über einen kleinen Umweg geht es allerdings doch:
Zotero unterstützt den Import von Metadaten von bestimmten Webseiten. In Verbindung mit dem Firefox-Shortcut-Feature für Suchfelder (dt.: Schlüsselwort) lässt sich dieses Ärgernis beheben.
Zunächst benötigt man dazu eine Webseite, die ein ISBN-Suchfeld hat. In unserem Beispiel nehme ich WorldCat.org, auf dessen Suchseite sich ein solches Suchfeld befindet. Man macht nun einen Rechtsklick auf das ISBN-Suchfeld und wählt "Ein Schlüsselwort für diese Suche hinzufügen..." ("isbn" bietet sich hier an).
Gibt man dann in die Adresszeile von Firefox "isbn 3540254617" ein und bestätigt mit der Eingabetaste, laden die Suchergebnisse für diese Nummer. Nun wählt man nurnoch das Suchergebnis aus und klickt auf der sich öffnenden Seite auf das Buch oben rechts in der Adresszeile von Firefox, um die zugehörigen Daten zu importieren.
Natürlich beschränkt sich dieser Workaround nicht auf ISBN-Nummern, sondern funktioniert zum Beispiel auch mit der Freitextsuche.
Dropbox – Backup und kollaborativer Dateispeicher
Das ist nicht ganz neu für Techies, aber vielleicht entdecken manche Dinge etwas später - wie ich in diesem Fall.
Dropbox bietet 2GB Speicher im Internet für lau und 50GB für $99. Dazu ein kleines Syncronisationsprogramm (für Windows, Mac und Linux), welches einen Ordner auf dem lokalen PC mit dem Onlinespeicher syncronisiert. Einfach so.
Oder auch nicht: Sobald eine Datei geändert wird, speichert es die alte Version seperat ab. Gelöschte Dateien können wiederhergestellt werden.
Das Programm kann auf beliebig vielen Computern oder Betriebsystemen laufen. Dateien können auch über die Webseite abgerufen werden.
Das wäre allein schon sehr schick, aber es gibt noch ein Bonbon: Man kann Ordner in seiner Dropbox für kollaboratives Arbeiten freigeben. Für Projektarbeit ist das ein Segen: Alle Projektmitglieder können mit der aktuellen Version einer Datei arbeiten, sofern sie Internetzugang haben.
Fotos können in einem Fotoordner abgelegt werden und sind dann als Webgalerien zugänglich. Will man Dateien mit Personen teilen, die nicht bei Dropbox angemeldet sind, schiebt oder kopiert man sie einfach in den Public-Ordner und schickt ihnen einen Link.
Nun sei jedem überlassen, wie vertrauliche Dateien er in einen passwortgeschützen Webspeicher lagern möchte, verschlüsselte Verbindung hin oder her. Aber als Kollaborations- und Backuplösung für Studiendokumente ist es ein Segen.
Der Tag, an dem ich das Kino verlassen wollte
Tut euch selbst einen Gefallen und guckt nicht "Der Tag, an dem die Erde still stand". Nicht im Kino, nicht auf DVD und nicht im TV. Nicht betrunken und nicht bekifft.
Er ist es einfach nicht wert.
Technische Emanzipation in der Fotografie
Digitaltechnik hat die Fotografie ziemlich zweifelsfrei stark beeinflusst. Was gerade passiert, ist aber ein neues Buch, kein neues Kapitel.
Für den unbedarften Leser: Die heile Kamerawelt teilt sich grob in drei Kategorien. Es gibt die günstigen digitalen Spiegelreflexkameras mit kleinem ACPS-Sensor, die alle Welt liebt.
Dann gibt es die digitalen Profikameras mit Vollformatsensor, der um einiges mehr an Bild und Licht einfängt und entsprechend mehr Auflösung bietet. Das Vollformat ist das gängige Format für analoge Spiegelreflex- und Sucherkameras.
Zuletzt gibt es die Mittelformat-Kameras, die Oberliga der professionell eingesetzten Kameras. Diese Geräte bieten gigantische Auflösungen in einem quadratischen Format. Üblicherweise kommen diese Kameras mit einem gigantischen Preisschild daher.
Alle diese Kameras machen aber per se nur eines: Fotos. Pünktlich zur Photokina bringen alle großen Hersteller neue Modelle auf den Markt. Dieses Jahr gehen die beworbenen Funktionen allerdings leicht über die gewohnten "mehr Megapixel, größere Displays"-Werbeklopfer hinaus.
Den Anfang hat Nikon mit seiner D90 gemacht: Die semi-professionelle digitale Kleinbild-Spiegelreflexkamera kann Videos in 720p-Auflösung (HDready) aufnehmen. Nochmal zum auf der Zunge zergehen lassen: Eine Spiegelreflexkamera mit Videofunktion. In HD-Auflösung.
Canon ließ sich nicht lange bitten und kündigte kurzm seine 5D MK II an, der lang erwartete Nachfolger der erfolgreichen digitalen Vollformat-Spiegelreflexkamera. Neben einer Lichtempfindlichkeit, die hochqualitative, rauscharme Fotos bei Nacht im Laternenlicht ermöglicht (was recht spektatkulär ist), kann diese Kamera 1080p-Video (TrueHD) aufnehmen. Nochmal zum Verdauen: Dieses Video wurde mit einer $2700-Spiegelreflexkamera produziert. Nur mit Foto-Einstelllichtern, keine Videobeleuchtung.
Foto-Urgestein Leica geht wiederum einen anderen weg und greift mit seiner 37 Megapixel-Spiegelreflexkamera mit selbstgestrickter Sensorgröße kurzum das von Hasselblad beherschte Mittelformat an. Dabei ist die Kamera nur so groß und so schwer wie eine Profi-Vollformatkamera. Nach dem Preis fragt man lieber trotzdem nicht.
Olympus entfernt wiederum einfach den Spiegel aus den Spiegelreflexkameras, baut sie dadurch kleiner und verkleinert auch die Objektive nach dem offenen (mirco)FourThirds-Standart.
Was sich hier beobachten lässt, ist nichts anderes als die Emanzipaition der Fotografietechnik von analogen Vorgängern zu allen verfügbaren, digitalen Möglichkeiten.
Von Lieferdiensten
Hallo Kundenservice,
Ich möchte Ihnen empfehlen, demnächst nichtmehr mit DPD Pakete zu versenden. Zumindest nicht mehr nach Freiburg.
Obwohl ich gestern den ganzen Tag im Haus war (nicht nur ich - in jeder Etage war jemand anwesend) und das Haus direkt an der Straße liegt und nicht eben klein ist, hat DPD es geschafft, mein Paket auf der anderen Straßenseite, 200m weit weg wildfremden Menschen zu übergeben ohne mir das mitzuteilen.
Nur das Pakettracking konnte mir heute morgen mitteilen, dass das Paket an "JOOS" übergeben wurde. Ich musste erst unter dasoertliche.de nachgucken, wo "JOOS" überhaupt wohnt. Natürlich konnte ich das gestern nicht abrufen und danach das Paket abholen, weil die Trackingseite nur alle 24 Stunden aktualisiert. Die Konkurrenz macht das innerhalb von Minuten. Mein Paket liegt nun bei Menschen, die nicht zuhause sind und von sich aus scheinbar auch das Paket nicht so bald vorbei bringen wollen. Verständlich.. dafür wurde ja auch DPD bezahlt.
Die Konkurenz (namentlich DHL und UPS) findet übrigens unser Haus ganz problemlos.
Bitte leiten Sie diese Beschwerde an DPD weiter.
Mit freundlichen Grüßen,
ich
Children of Men
Diesen Titel sollte unbedingt der Film tragen, den ihr als nächstes im Kino seht, solltet ihr das noch nicht getan haben.
Echt jetzt. Kino. Geht rein.
ping
Kleines Lebenszeichen meinerseits: Ich bin in Freiburg noch nicht verhungert oder ausgeraubt worden.
Einführungswoche ist durch, Nebenfach ist fix von Informatik zu Kognitionswissenschaft gewechselt worden, es klang dann doch etwas sehr abschreckend.
Erste Vorlesung meiner Unilaufbahn bestand daraus, sich in eine Teilnehmerliste einzutragen und meine passend zum ersten Studientag aufgetauchte Erkältung in vollen Zügen zu genießen.
Großartiges zu berichten gäbs nicht, ich bin relativ viel unterwegs mit den neuen Mit-Erstis (um das hässliche K-Wort zu vermeiden). Fototechnisch gibts im Moment nichts.
Tablet PCs sind toll, auch wenn ich das nicht gedacht hätte. Keine zu haben ist dann schon ärgerlich. Immerhin hab ich nu nen Stativ. Mal sehn was man damit fabrizieren kann.
So, das wärs erstmal, bis die Tage.
Auf zu neuen Ufern… oder ehr Bergen…
So... nächste Woche gehts los. Am Freitag. Ans untere Ende von Deutschland...
Yay.
Ich freu mich drauf. Und hier ist vorher wohl auch noch gut was los...
Freitag noch ein Abend mit Freunden, Samstag der irre Haufen in Bonn und Sonntag evtl Photokina in Köln mit dem besagten irren Haufen.
Und die Woche dann... packen, verabschieden und so.
BTW, blackspear.de kommt aller Wahrscheinlichkeit nach weg, die Domain nervt mich an.